Silberarten

Silber ist ein extrem weiches Metall. Um es als Gebrauchsgegenstand tauglich zu machen, bedarf es einer Legierung mit anderen Metallen. Hierbei wird zumeist Kupfer verwendet. Erst durch die Legierung sind Gegenstände aus Silber zum Gebrauch geeignet. Produkte, die aus Silber bestehen, verfügen über eine Prägung, die den Gehalt an Silber aufzeigt. Der Feingehalt wird in Promille angegeben. Am häufigsten zu finden sind Silberlegierungen mit einem Feingehalt von 800/1000, 835/1000, 925/1000 und 935/1000 Teilen Silber.

999 Feinsilber
Silber ist, wie bereits erwähnt, ein sehr weiches Metall, das in seiner Reinform für die Herstellung von Gebrauchsgegenständen nicht geeignet ist. Reines Silber findet daher nur Verwendung in der Produktion von Sammlermünzen oder Barren, die zur Geldanlage gekauft werden. Die bekanntesten Silberanlagemünzen sind das kanadische Maple Leaf, der amerikanische American Eagle und die australische Kookaburra Silbermünze.

925 er Echtsilber oder auch Sterlingsilber
Echtsilber oder auch Sterlingsilber hat den höchsten Feingehalt an reinem Silber. Sterlingsilber besteht aus 925 Teilen reinem Silber und 75 Anteilen Kupfer. Der Name „Sterlingsilber“ ist auf das britische Pfund Sterling zurückzuführen. Bis 1795 wurden die sogenannten Sterling Pennies aus Silber hergestellt.
Heutzutage wird Sterlingsilber hauptsächlich bei der Herstellung von Schmuck, Medaillen, Münzen, Pokalen und Besteck verwendet.

800er Silber
Durch den noch höheren Anteil an Kupfer, ist 800er Silber deutlich härter und robuster als Sterlingsilber. 800er Silber wir hauptsächlich bei der Herstellung von Schmuck und Haushaltsartikeln wie Besteck genutzt. Der geringere Silberanteil resultiert in einem geringeren Preis.

Hartversilberung
Bei der Hartversilberung wird ein Trägermaterial, das zumeist aus Cromargan oder Alpaka besteht, mit einer Silberschicht versehen. Eine Versilberung wird entweder durch Galvanisierung oder sogenanntes Aufdampfen vollzogen. Beim Galvanisieren werden die zu versilbernden Objekte in einen Silberelektrolyten eingetaucht. Durch das Anlegen eine Stromspannung lagert sich auf der Oberfläche eine Silberschicht ab. Beim Aufdampfen, wird Silber in speziellen Behältern bis zu einem Hitzegrad nahe des Siedepunktes erhitzt. Das Silber verdampft und kondensiert am zu versilbernden Gegenstand. Die Schichtstärke hängt von der Dauer des Verdampfungsvorgangs ab.

Die gängigsten Schichtdicken bei einer Hartversilberung sind 90 und 100, d.h. auf einer vordefinierten Fläche von 24dm2 müssen 90 bzw. 100 Gramm Silber gleichmäßig verteilt sein. Besonders im Haushaltsbereich können hartversilberte Artikel wie Servierplatten, Besteck, Platzteller etc. gefunden werden. Sie sind pflegeleichter, kostengünstiger und robuster als Erzeugnisse aus Sterling- oder 800er Silber.